Leb wohl, Schwester
In der Toskana wird ein brutaler Doppelmord an einem deutschen Pärchen verübt. Die beiden hatten sich eine romantische Auszeit zu zweit gegönnt und in einem Zelt in den malerischen toskanischen Hügeln kampiert. Commissario Neri und seine neue Mitarbeiterin,
Romina Rosella, sind ratlos. Es gibt keine Spuren und kein erkennbares Motiv. Da schlägt der Täter ein weiteres Mal zu ..., und eine der Spuren führt sie schließlich in ein einsam gelegenes Frauenkloster ... – Die Berliner Autorin Sabine Thiesler weiß, wie man den Leser fesselt. Schließlich ist sie nicht nur erfolgreiche Krimiautorin, sondern hat auch Drehbücher unter anderem für den Polizeiruf 110 oder den Tatort verfasst. Der neue Fall um den sympathischen Ermittler Neri überzeugt durch italienisches Flair, spannende Ermittlungen mit vielen Spuren, die ins Leere führen, menschlichen Abgründen und fast schon Mitgefühl für den Täter – oder die Täterin? – die von der ersten Seite bekannt ist. Ein absolut gelungener Thriller.
Tanja Bergold
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Leb wohl, Schwester
Sabine Thiesler
Heyne (2025)
620 Seiten
fest geb.