Das Haus Faber Castell
In Stein bei Nürnberg pflegen Ottilie Richter und Lothar Faber seit Kindertagen eine große Freundschaft, es wird daraus eine große Liebe und sie heiraten. Doch es wird nicht einfach für die beiden, da Lothar sich voll der Firma widmen will, um
sie erfolgreich zu machen, dabei träumt Ottilie vom Leben einer Künstlerin. Nach mehreren Fehlgeburten wird Ottilie wieder schwanger und sie sucht sich Hilfe bei der Hebamme Elise, die große Erfahrung mitbringt. Die beiden Frauen, aus sehr unterschiedlichen Welten, kommen sich sehr nahe und es entsteht eine Freundschaft. Sie machen dabei die Erfahrung, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, und das nicht nur für andere, sondern auch für sich selbst. Sie lernen dadurch viel für das Leben. Lothar macht es sich zur Aufgabe, für die Arbeiter soziale Leistungen einzuführen. Er errichtet Unterkünfte und einen Kindergarten. – Ein sehr berührendes Buch, das die damalige Zeit eingehend darstellt sowie das Elend der einfachen Arbeiter beschreibt. Allen Büchereien sehr zu empfehlen.
Elfriede Bergold
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Das Haus Faber Castell
Elke Becker
Wilhelm Heyne Verlag (2026)
464 Seiten
kt.