Sieben Jahre

Als der spätere Preußenkönig Friedrich II. von seinem Vater 1731 eingesperrt und sein Geliebter gehängt wird, weil sie gemeinsam aus Preußen fliehen wollten, schwört Friedrich, den Ruhm seines Vaters eines Tages durch seine eigenen Taten zu schmälern. Sieben Jahre Kinkel beschreibt Friedrich II. zum einen als machtgierigen, despotischen Herrscher, der vertragsbrüchig erbitterte Kriege, vor allem gegen Maria Theresia von Österreich, führt, um Schlesien zu gewinnen. Seinen Bruder und Thronfolger Wilhelm demütigt er öffentlich und fordert von seinen Untertanen, auch von seinen Geschwistern, absoluten Gehorsam. Zum anderen lässt Kinkel Friedrich II. in seinem Bruder Heinrich einen Seelenverwandten und genialen Strategen erkennen, wodurch auch Heinrich ein Protagonist dieser Story wird. – Vor dem Hintergrund der hervorragend recherchierten historischen Ereignisse erzählt Kinkel vor allem vom Leben Friedrichs II. und seiner Brüder Heinrich und Wilhelm mit ihren problematischen Liebes- und familiären Beziehungen. Die Sprache der Figuren wirkt durch Anklänge an die Epoche authentisch. Trotz der vielen Figuren und Handlungsstränge kann man dieser spannenden Story gut folgen.

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Sieben Jahre

Sieben Jahre

Tanja Kinkel
Hoffmann und Campe (2025)

843 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 623604
ISBN 978-3-455-02098-4
9783455020984
ca. 36,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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