Alte Eltern

Volker Kitz versucht zu verstehen: Was die ersten Anzeichen waren für die Demenz seines Vaters; was in diesem vorgeht und wie sich sein Verhalten erklären lässt. Er nähert sich dem Verstehen an, indem er psychologische, neurologische, philosophische Alte Eltern und literarische Veröffentlichungen heranzieht. Und er denkt nach über das Verhältnis zu seinem Vater. Parallel dazu beschreibt er das Fortschreiten der Erkrankung und wie er selbst und sein Bruder jeweils damit umzugehen versuchten, sowohl organisatorisch als auch innerlich. Er beschreibt Schuldgefühle, Verzweiflung und Überforderung, aber auch wieder kleine Lichtblicke und Erfolge zwischendurch. Dieses sehr persönliche, ehrliche und sensible Buch kann andere Betroffene unterstützen, vor allem beim Verarbeiten der sehr belastenden Situation in der Verantwortung für einen dementen Angehörigen, die oft von gegenseitigem Unverständnis, Vorwürfen und Selbstvorwürfen geprägt ist. Volker Kitz hat das Buch während der Erkrankung seines Vaters begonnen, ein Teil entstand rückblickend nach dessen Tod. Als Ergänzung zu Ratgeberliteratur ab mittleren Beständen empfehlenswert.

Monika Graf

Monika Graf

rezensiert für den Borromäusverein.

Alte Eltern

Alte Eltern

Volker Kitz
Kiepenheuer & Witsch (2024)

233 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 620261
ISBN 978-3-462-00435-9
9783462004359
ca. 23,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Na
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