Space boy
Frank Schätzing gehört seit seinem Weltbestseller 'Der Schwarm' zu den renommiertesten Autoren Deutschlands. Neben dem Schreiben hat Schätzing schon in jungen Jahren die Musik für sich entdeckt – und hier liegt auch die Parallele zu David Bowie.
Schon als Jugendlicher war Schätzing von Bowie fasziniert, von dessen Wandlungsfähigkeit und musikalischer Experimentierfreudigkeit, und verfolgte bis zu Bowies Tod im Jahr 2016 die künstlerische Karriere des Engländers. Es war, so beschreibt es Schätzing, eine Seelenverwandtschaft, die ihn mit dieser Popikone verband. In seiner (Doppel)biografie lässt Schätzing David Bowies Leben Revue passieren und koppelt es mit seiner eigenen Entwicklung. Mit viel Humor kommt dabei seine Jugendzeit als wenig selbstbewusster Außenseiter zur Sprache, der irgendwann, bestärkt durch die von Bowie erschaffenen Mythen, den Mut findet, eigene Wege zu gehen. Ähnlich wie Bowie, der nicht nur für seine Texte, sondern auch für seine opulenten Bühnenshows bekannt ist, gestaltete auch Schätzing seine Lesungen als Medienevents. Außerdem nahm er bereits mehrere Musikalben auf, wobei er mit ehemaligen Musikern von David Bowie zusammenarbeitete, etwa mit der Basslegende Tony Levin und dem Pianisten Mike Garson.
Walter Brunhuber
rezensiert für den Borromäusverein.
Space boy
Frank Schätzing
Kiepenheuer & Witsch (2025)
394 Seiten
fest geb.