The Life thats waiting
Viele von uns werden von bewussten oder unbewussten Ängsten geplagt, wissen nicht, warum sie im Leben ihrer Meinung nach gescheitert sind, suchen seit langem erfolglos nach ihrem Glück. Aber wie kann man den schädlichen Gedankenspiralen, die von
solchen Problemen hervorgerufen werden, entkommen, positiv und selbstbestimmt, ja selbstzufrieden leben? Die Autorin weiß: Erst wenn wir loslassen und lernen, uns freizumachen, finden wir unser eigentliches Leben. Dieses Postulat auf dem Buchrücken zeigt schon: Hier werden auf knapp 200 Seiten im Grunde nur wieder Binsenweisheiten transportiert. Nun, die Autorin ist eigentlich Literaturwissenschaftlerin, deshalb kann man auch von ihr keine neuen, weiterführenden Theorien, Thesen oder Tipps zur Bewältigung von Lebenskrisen erwarten. Und da hilft es auch nicht, wenn man ihr Buch ohne Not in der deutschen Fassung mit dem englischen Originaltitel veröffentlicht hat. Auf dem Markt für Lebenshilferatgeber gibt es bei weitem bessere Bücher, geschrieben von Fachleuten. Dieses hier braucht man deshalb wirklich nicht zu lesen.
Günter Bielemeier
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
The Life thats waiting
Brianna Wiest ; aus dem amerikanischen Englisch von Renate Graßtat
Piper (2025)
199 Seiten
fest geb.