Jacky

Anthony und sein Zwillingsbruder wachsen in eher ärmlichen Verhältnissen in einem kleinen Dorf im Hinterland von Nizza auf. Als ihr Vater ihnen zu Weihnachten 1989 eine Spielkonsole des Typs „Atari 2600“ schenkt, ist ihre Leidenschaft geweckt: Jacky Das Videospielen wird bei ihnen zur Obsession. Sie sind erpicht, immer neuere, modernere Konsolen zu besitzen und sich tagelang an ihnen auszutoben. Und das umso stärker, als ihr mit seinem Schicksal hadernder Vater sich allmählich aus der Familie herauszieht und sie schließlich ganz verlässt. Auch den Tod ihrer krebskranken Cousine Emilie und den Selbstmord ihres so lebenslustig wirkenden Onkel Yul überstehen sie nur, indem sie tage- und nächtelang vor dem Computer hocken. So basteln sich die beiden eine Welt, in der das Videogaming Halt- und Mittelpunkt ist. – Mit viel Empathie beschreibt Anthony Passeron das typische Kleinstadteben in einem französischen Ort, der vom Niedergang geprägt ist. Gleichzeitig erläutert er in ganzen Kapiteln ausführlich die Geschichte der Entwicklung der Spielkonsolen und Videogames. Vor allem deshalb dürfte das Buch vor allem für diejenigen Leser spannend sein, die selber ein Interesse an der Welt von Atari, Super Mario und Co. haben.

Günter Bielemeier

Günter Bielemeier

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Jacky

Jacky

Anthony Passeron ; Übersetzung aus dem Französischen von Lena Müller
Piper (2026)

165 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 756002
ISBN 978-3-492-07454-4
9783492074544
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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