Dark Cinderella

Sophia hat nur ein Ziel: ihre beste Freundin wiederzufinden. Diese ist unter äußerst mysteriösen Umständen verschwunden und es wirkt, als hätte das skonische Königshaus etwas damit zu tun. Unter einem Vorwand lässt sie sich deshalb einstellen, Dark Cinderella um direkt im Palast Nachforschungen anzustellen. Womit sie allerdings nicht gerechnet hat, ist der überaus sympathische und charismatische Prinz Maximilian, der alles, was sie zu wissen glaubte, ins Wanken bringt. Maximilian beschreibt es im Prolog selbst am besten: Seine Cinderella ist anders – selbstbewusst, schlagfertig, klug – allerdings vergisst er eine weitere Eigenschaft: sie ist auch manipulativ. Zu keinem Zeitpunkt kann man sich als Lesender sicher sein, wo die wahren Interessen und Prioritäten der Protagonisten liegen, wodurch eine enorme Spannung erzeugt wird. Gleichzeitig ist man aber sehr nah an der Figurenpsychologie und es entsteht das Gefühl, die Charaktere schon ewig zu kennen. Die Kombination dieser Faktoren führt dazu, dass es beinahe unmöglich ist, das Buch aus der Hand zu legen. Weiter wird Spannung durch die große Zahl an losen Enden erzeugt, die sich bis zum Schluss nicht zu einem stimmigen Bild zusammenfügen. Dieser Auftaktband macht somit gewaltig Lust auf den zweiten Teil, der gleichzeitig das Finale der Dilogie bildet.

Agnes Schmidtner

Agnes Schmidtner

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Dark Cinderella

Dark Cinderella

Anya Omah
Kyss (2025)

442 Seiten
kt.

MedienNr.: 754294
ISBN 978-3-499-01158-0
9783499011580
ca. 17,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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