Wir Kinder vom Bolzi
Auf diesem Bolzplatz dürfen alle mitspielen: Ella, die nicht so gerne spricht, aber jeden Ball hält, Muska aus Afghanistan, für die alles in Deutschland noch sehr neu ist, die Zwillinge Lilli und Sophie, obwohl sie jeden mit ihrer Geheimsprache
nerven, Luis, auch wenn er erst ein Vorschulkind ist, Mika, der manchmal ein wenig zu sehr den Ton angeben möchte, Yael, obwohl es sie Überwindung kostet, sich ins Getümmel zu stürzen, und sogar der kleine Hund Pepe – und manchmal auch die Senioren vom Freiluft-Schachfeld nebenan. Doch irgendwann formiert sich Widerstand: Mikas großer Bruder Oskar und seine Freunde wollen die „Babys“ vom Bolzplatz vertreiben und fordern sie zu einem Wettkampf heraus, der darüber entscheiden soll, wer in Zukunft das Vorrecht auf den Bolzi hat. Beide Teams trainieren eifrig für das Entscheidungsspiel. Als die „Babys“ wider Erwarten den Sieg einfahren, staunen Oskar und seine Freunde nicht schlecht – die Gewinner verzichten auf ihr Anrecht und bleiben ihrer Devise treu: „Der Bolzplatz ist für alle da!“ – Eine fröhliche, optimistische Geschichte über die deutsche Bolzplatzkultur, die in diesem Jahr von der UNESCO sogar zum immateriellen Kulturerbe erklärt wurde. Abwechslungsreich erzählt aus den Perspektiven der unterschiedlichen Kinder, wird daraus ein schöner Lesestoff für fortgeschrittene Erstleser.
Elisabeth Brendel
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Wir Kinder vom Bolzi
Veronika Wiggert ; mit Bildern von Susanne Göhlich
Thienemann (2026)
120 Seiten : Illustrationen (farbig)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 7