City of trees
Große Gefühle begleiten die Geschichte Lindiwes als poetische Einschübe an Wendepunkten ihres Lebens. Zunächst das Verschwinden ihrer Schwester im Wald; dann die Ankunft ihrer Cousine zusammen mit ihrer Großmutter aus Südafrika; die Entdeckung
anderer, die wie sie Zeichen der Wandlung zum Baum tragen - und alle Menschen, bei denen Symptome der Transformation zu einem Baum festgestellt werden, werden gnadenlos interniert und ausgerottet; die Entdeckung von Spuren ihrer Schwester im Wald, deren menschliche Existenz sich in eine Existenz als Baum dieses Waldes gewandelt hat; und am Ende die Entdeckung des Totenscheins des Zwillingsbruders ihrer Schwester, der am Tag seiner Geburt starb. Vor allem ist es die Belastung durch den nicht offen aufgearbeitet Tod ihres Bruders, der ihre Schwester und auch sie belastete. Zunächst nur fast beiläufig erwähnt wird die lesbische Liebe. Die wird am Ende zu Lindiwes Rettung, als sich die Liebe zwischen ihr und ihrer Cousine erfüllt, symbolisiert durch das Verschmelzen der beiden in vegetabilen Formen. - Nur für literarisch ambitionierte Jugendliche.
Lotte Schüler
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
City of trees
Chantal-Fleur Sandjon
Thienemann (2024)
394 Seiten
fest geb.