Eine Prise Glück im Restaurant der verlorenen Rezepte
In diesem Taschenbuch findet sich eine Sammlung von sechs Geschichten, die alle nach dem gleichen Schema ablaufen. Ein Gast, der auf der Suche nach einem ganz besonderen Gericht ist, das eine wichtige Bedeutung in seinem Leben hatte, kommt zu dem besonderen
Restaurant von Nagare und Koishi Kamogawa. Dort bekommt er ein Essen und erklärt seinen Suchauftrag. Circa zwei Wochen später kommt er wieder zurück und bekommt das gesuchte Essen. Es wird aufgeklärt wie die Kamogawas an das Rezept gekommen sind und obendrauf gibt es in der Regel für den Gast und vielleicht auch für den Leser eine Lebensweisheit oder zumindest einen Tipp für die Lösung seines Problems mit auf den Weg. Mit den Gerüchen und dem Geschmack des Essens kommen die Erinnerungen nochmal sehr intensiv zurück und die Gäste können ihre Geschichte verarbeiten und vielleicht sogar Mut fassen, noch einmal neu an ihre Probleme heranzugehen. – Da jede Geschichte in sich geschlossen ist, kann das Buch auch ohne die vorigen Bände (BP/mp 23/1007, 25/153) zu kennen gelesen werden. Wenn man sich in den besonderen Schreibstil von Büchern aus Japan eingelesen hat, wird man begeistert sein von dieser besonderen Art zu erzählen. Sehr zu empfehlen.
Christine Schuster
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Eine Prise Glück im Restaurant der verlorenen Rezepte
Hisashi Kashiwai ; aus dem Englischen von Kristine Kress
Ullstein Taschenbuch (2026)
251 Seiten
kt.