Blendwerk
Eigentlich wollten die Kluftingers samt Enkelin Maxima nur einen gemütlichen Familienausflug zum Eistobel machen und der aus Japan angereisten Schwester von Schwiegertochter Yumiko die landschaftlichen Schönheiten des Allgäu zeigen. Tatsächlich
spielt der Eistobel in einer asiatischen Netflix-Serie als Schauplatz eine Rolle und zieht deshalb neuerdings viele Touristen an. Als die Familie eine Tote im Wasser entdeckt, ist der Ausflug schnell vorbei, und Kommissar Kluftinger wechselt sofort in den Polizeimodus. Die Tote war Influencerin und berichtete über das Allgäu im Internet. Überraschenderweise stellt sich der oft tapsige Kommissar gar nicht so dumm an, wenn er mit seinen Kollegen in den Sozialen Medien recherchiert, aber es gibt auch recht viel Situationskomik, wenn Kluftinger mal wieder voll auf der Leitung steht. Seine Aufgabe als Gemeinderat stellt ihn vor ganz neue Herausforderungen. – Zwei Jahre mussten sich die Fans von Kommissar Kuftinger gedulden, bis der Allgäuer Kultkommissar endlich wieder ermittelt. Sie dürfen sich freuen, auf einen langsamen, gemütlichen Heimatkrimi, der den neumodischen Hype um Influencer und Instagram unterhaltsam auf die Schippe nimmt. Mit Nachfrage ist überall zu rechnen!
Marion Sedelmayer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Blendwerk
Volker Klüpfel & Michael Kobr
Ullstein (2026)
427 Seiten
fest geb.