Erwählt vom Licht der Wälder
Kaeliah gehört zum Volk der Eijn, das in Harmonie mit der Natur in den wispernden Wäldern lebt. Seit Kurzem ist sie die Seherin ihres Volkes, doch die Eijn zweifeln an ihrer Berufung, ebenso wie sie selbst. Dann trifft sie auf Hunter, den zukünftigen
Kaiser des Eisernen Imperiums. Auch er hadert mit seiner Bestimmung, seit er nach dem Tod seines Bruders zum Kronprinzen wurde. Hunters Volk wird von tödlichen Sporen bedroht und lebt abgeschottet von der Natur, abhängig vom Bernstein, der sie mit Energie versorgt. Kae begleitet Hunter, um sein Volk zu überzeugen, die Wälder nicht weiter auszubeuten. In der höfischen Welt mit eigenen Gesetzen und vielen Intrigen der Fürstenhäuser fühlt sich Kae sehr verlassen. Ihre Appelle finden kein Gehör, außerdem hat sie Probleme, ihre Magie zu beherrschen. Hunter ist ihr einziger Halt und trotz ihrer Gegensätze kommen sich die beiden sehr nah. Als Hunters Onkel die Macht im Kaiserreich an sich reißt, bleibt ihnen nur die Flucht in eine ungewisse Zukunft. – Band 1 der Dilogie erzählt abwechselnd aus Kaes und Hunters Sicht. Das Buch besticht mit starken Charakteren, die sich überzeugend entwickeln, und einer spannenden, vielschichtigen Handlung. Bei entsprechender Leserschaft sehr gut einsetzbar.
Evelin Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
Erwählt vom Licht der Wälder
Emily Bähr
cbt (2023)
Iron Empire
413 Seiten
kt.