Verzeihen Sie bitte!
Der gegenwärtig befremdlichen Entwicklung, geprägt von zunehmender Intoleranz und Gnadenlosigkeit in der Gesellschaft, gegenüber anderen und sich selbst, begegnet der Autor mit psychologischen und theologischen Gründen zum Verzeihen. Er analysiert,
jedes Kapitel einleitend mit einer kleinen Geschichte, die seelischen Verwundungen, die damit ausgelöste Verletzung der eigenen Integrität und die sich daraus ergebenden Konsequenzen und zeigt, was Vergeben alles nicht meint. Um den Schmerz der Verletzung loszuwerden gilt es, das eigene Defizitgefühl in den Griff zu bekommen und sich dem Bewertungs- und Schuldprinzip zu entziehen. Nach dem theologischen Exkurs über die Idee der Gnade, die geistliche Dimension des Verzeihens und die ethische Grundausrichtung folgen konstruktive Schritte zum Verzeihen, die von der Wut zum Mitgefühl führen können. Das Buch ist eine gute Anregung für alle, die mit dem Verzeihen Probleme haben.
Helmut Eggl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Verzeihen Sie bitte!
Fabian Vogt
Gütersloher Verlagshaus (2025)
186 Seiten
fest geb.