Mitgift

Von 1755 bis 1962 erzählt Ahrens die - fiktive - Geschichte der Familie Leeb auf ihrem Bauernhof in der Nähe von Peine in Niedersachsen. Tatsächlich hat er sich aber an Dokumenten aus der eigenen Familie orientiert, wie er im Nachwort erklärt. Mitgift Im Mittelpunkt steht der Vater-Sohn-Konflikt zwischen Wilhelm Leeb senior und seinem erstgeborenen Sohn Wilhelm, genannt Willem. Der Senior ist ein überzeugter Nationalsozialist und nimmt als Freiwilliger am Russlandfeldzug teil. Als er nach einer erniedrigenden Kriegsgefangenschaft wieder nach Hause kommt, haben seine Ehefrau und der Sohn jahrelang mit viel Mühe den Hof der Familie bewirtschaftet. Er kann deren immense Leistung aber nicht anerkennen und tyrannisiert die ganze Familie. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven und mit wechselnden Zeitebenen erzählt. Dabei spielt die Nachbarin Gerda eine ganz besondere Rolle, denn Wilhelm Leeb hat sie in seiner Jugend als Braut mangels Mitgift verschmäht. Landbesitz, Traditionen und harter Stolz bestimmen das Leben der Familie Leeb über Generationen und bringen ihnen kein Glück. - Der Roman steht auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis und kann trotz einer gewissen Sprödigkeit eine breite Leserschaft ansprechen.

Marion Sedelmayer

Marion Sedelmayer

rezensiert für den Borromäusverein.

Mitgift

Mitgift

Henning Ahrens
Klett-Cotta (2021)

344 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 983191
ISBN 978-3-608-98414-9
9783608984149
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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