No man Manila
Ein fiktiver nordkoreanischer Machthaber droht, eine Atombombe auf die philippinische Landeshauptstadt Manila abzuwerfen. Daraufhin setzt die Evakuierung der Metropole ein. Lediglich der junge Arman bleibt zurück. Allein durchstreift er die Straßen
der Großstadt, um den Erinnerungen an seine verlorene Liebe Lea nachzuhängen, die ihn nach seinem Seitensprung verlassen hatte. Bald stellt Arman fest, dass er doch nicht der letzte Bewohner ist. – Für einen brasilianischen Verlag schuf Rudy Valiente eine neue, etwas verlängerte Version seines gleichnamigen Comics von 2018, der auf der damaligen Comic Con Asia als beste philippinische Graphic Novel ausgezeichnet wurde. Im teils skizzenhaft angelegten Band setzt er lediglich die Farbe Blau ein. Die minimalistisch-melancholische Geschichte eines suchenden jungen Mannes verknüpft eine Tour durch die philippinische Hauptstadt mit der wechselhaften Historie des Landes. Ein ausführlicher Anhang mit Arbeiten weiterer „Urban-Sketching“-Künstler macht mit den wichtigsten Bauwerken der Stadt bekannt. Übersetzer und Philippinen-Kenner Jens R. Nielsen fügt weitere Erläuterungen an. Somit erweist sich der Band auch als lesenswerter kleiner Stadtführer. Für größere Bestände.
Gregor Ries
rezensiert für den Borromäusverein.
No man Manila
geschrieben und gezeichnet von Randy Valiente ; übersetzt von Jens R. Nielsen
Dantes Verlag (2025)
102 Seiten : überwiegend farbig
kt.