Finja und der Riese
Finja lebt behütet und beschützt von ihrem Vater, dem König, im Schloss. Doch eigentlich wäre sie viel lieber wild und frei. Als der König eines Tages den Sohn eines im Wald lebenden Riesen fängt und einsperrt, um das Reich zu schützen, findet
Finja das falsch. Mutig macht sie sich allein auf in den Wald und bietet sich dem Riesen als Pfand an. In einem Brief bittet Finja ihren Vater, den Riesensohn so zu behandeln, wie er wünsche, dass seine Tochter vom Riesenvater behandelt wird. Und der König merkt, dass von den Riesen gar keine Gefahr ausgeht. Jetzt muss er nur noch das aufgebrachte Volk beruhigen und ihnen die Angst vor dem Fremden nehmen. Er beruft eine Volksversammlung ein, um alle anzuhören und die Entscheidung, wie mit den Riesen umzugehen ist, nicht allein zu treffen. – Karchs märchenhafte Erzählung rund um große Themen wie Vorurteile und Angst, Macht und Demokratie, Liebe und Freiheit lässt sich wunderbar auf die heutige Zeit übertragen und bietet Gelegenheit zum Reflektieren, für gegenseitigen Austausch und Gespräche über Gefühle, Gewissen und Mut. – Ein starkes Buch und eine uneingeschränkte Empfehlung für jeden Bestand.
Bettina Palm
rezensiert für den Borromäusverein.
Finja und der Riese
Stefan Karch
Tyrolia-Verlag (2025)
59 Seiten : Illustrationen (farbig)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 8