Und wenn Gott wäre ...
Als (evangelischer) Theologe und Psychotherapeut sind Uwe Böschemeyer Zweifel und Skepsis rational und aufgeklärt denkender Menschen gegenüber dem Glauben an einen personalen Gott wohlbekannt: aus eigenem Durchleben ebenso wie aus seiner beruflichen
Praxis – und beides hat ihn zu der Überzeugung geführt, dass es diesen Gott gibt und dass Menschen unabhängig von ihrer religiösen oder eben nicht religiösen Sozialisation mit ihm in Berührung kommen können, wofür er Beispiele nennt. Für sich persönlich bekennt er sich klar zum Glauben an den biblischen Jesus Christus. Er zeigt verschiedene Wege zur Gotteserfahrung und geht auch der Frage nach dem höchsten Gut im Leben nach (Glück, Sinn, Liebe, Selbstverwirklichung, …?). Der 86-jährige Autor zahlreicher psychologischer Lebensratgeber (zul.: "Das Leben ist besser als sein Ruf", BP/mp 25/798) legt hier eine Art Vermächtnis vor, mit dem er ermutigen möchte zu dem Wagnis des Sich-Einlassens und Vertrauens, denn – so seine Erfahrung – dann kann eine große Befreiung geschehen trotz aller Zumutungen im eigenen Leben und im Zustand der Welt. Handreichung eines Glaubenszeugen für suchende Skeptiker und zögernde Gläubige, gerne empfohlen.
Monika Graf
rezensiert für den Borromäusverein.
Und wenn Gott wäre ...
Uwe Böschemeyer
Tyrolia-Verlag (2026)
123 Seiten
fest geb.