Ganz schön super
Kater Kalle vergleicht sich immer wieder mit anderen Tieren und stellt dabei jeweils ein besonderes Merkmal des anderen Tieres heraus. So ist der Elefant zu groß, die Maus zu klein, der Löwe hat zu viele Haare, der Hund zu kurze Beine. Schließlich
halten die Tiere ihm einen Spiegel vor und er entdeckt, dass sein Spiegelbild das langweiligste Tier von allen zeigt. Die Grundaussage des farbenfroh gestalteten und grafisch ansprechenden Buches ist überzeugend, natürlich sind alle gleich super, doch der Weg dahin bleibt problematisch. Der Kater sieht nicht nur die Unterschiede, sondern wertet sie direkt als "doof", dabei sind es alles Merkmale, die die Tiere nicht beeinflussen können. Das Thema Vielfalt wird hier angesprochen, das Thema Toleranz kann jedoch sicher auf bessere Weise transportiert werden. Kinder werden das Buch schon allein wegen der Häufigkeit des Wortes "doof" lieben, doch nur größeren Beständen als Bereicherung im künstlerisch gestalteten Kinderbuchbestand empfohlen.
Antonia Mentel
rezensiert für den Borromäusverein.
Ganz schön super
Nanna Prieler
Nilpferd-Verl. (2016)
[16] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4