Im Baum hockt ein Pudel
Der starke Karl, der schlaue Napoleon, die mutige Fatima - sie alle versuchen, Omas Pudel zu retten, der durch ein Missgeschick im Baum gelandet ist. Ida, die Kleinste von allen, hilft so gut sie kann, und schließlich wird ihre Hilfe wirklich beim
Trösten gebraucht! Jeder hat seine Stärken und Schwächen, kein Grund, jemanden zu verhöhnen, weil sein Engagement ins Leere läuft. Manchmal fruchtet der gemeinsame Versuch zu helfen einfach nicht und Stärke, Mut und Klugheit reichen bei manchem Unglück nicht aus - davon wird hier in Wort und Bild ausführlich erzählt. Dabei ist der Fluss der Geschichte voller Stolpersteine und Schleifen, was sich auch in den collagehaften Bildern mit lustigen Motivwiederholungen ausdrückt. Der Text liest sich wie ein Gedicht, das nicht ganz rund läuft: die Reime haken manchmal, die Metrik holpert, aber den Refrain aus Redewendungen werden alle bald mitsprechen können. Diese Geschichte stolpert also manchmal selbst, was gerade bei den jungen Zuhörern für Erheiterung sorgen wird.
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Im Baum hockt ein Pudel
Nanna Prieler
Nilpferd-Verl. (2017)
[16] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4