Lemmings Blues

Leopold Wallisch, genannt Lemming, ist einer von zwei Detektiven, die in einer Wiener Detektei zusammenarbeiten. Sein Kollege Polivka, der eine Fernbeziehung zu einer Französin in Amiens führt, ist auf Besuch bei seiner Freundin. Lemmings Frau Klara Lemmings Blues und ihr Sohn Ben auf Urlaub in Amsterdam. So wartet Lemming an einem trüben Freitag in seinem Büro auf Kundschaft. Und im nächsten Augenblick schwebt umströmt von goldenem Licht eine Frau in einem langen, hellblauen Gewand gekleidet und mit einer Schweißerbrille mit blauen Gläsern auf der Nase herein. In ihren Armen hält sie einen Mops, den sie mit dem Namen Herkules oder kurz Kuli vorstellt. Sie sagt zu Lemming, der Mops sei in Gefahr. Lemming will einerseits den Mops, der, wie Lemming glaubt, sprechen könne, seinem rechtmäßigen Besitzer übergeben. Aber er sieht sich unfreiwillig auf der Flucht. Eine unbekannte Gruppe, die mit blau verglasten Schweißerbrillen ausgestattet ist, jagt ihn, da sie den Hund in ihre Gewalt bringen will. – So absurd sich der Plot anhört, so urkomisch kommt der neue Kriminalfall um den Durchschnittsdetektiv Lemming und einer Gruppe von Verschwörungstheoretikern daher. Ein Vergnügen auf hohem Niveau im ständigen Wechsel zwischen satirischer Überspitzung, einer spannenden Mordermittlung, philosophischen Passagen und Halluzinationen des Detektivs Lemming. Auch wenn es bereits der siebte Roman um Lemming ist, so ist ein Einstieg in die Reihe auch mit diesem Krimi möglich.

Helmut Lenz

Helmut Lenz

rezensiert für den Borromäusverein.

Lemmings Blues

Lemmings Blues

Stefan Slupetzky
Haymonkrimi (2023)

167 Seiten
kt.

MedienNr.: 613648
ISBN 978-3-7099-8168-9
9783709981689
ca. 16,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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