Nichts wie weg

Vera betreibt mit ihren raffinierten Rezepturen eine gut gehende Konditorei in Wien. Aber als sie ihren Geschmackssinn verliert und entdeckt, dass ihr Mann sie mit ihrer engsten Freundin betrügt, scheint sie am Tiefpunkt ihres Lebens angekommen zu Nichts wie weg sein. An diesem Tag begegnet sie Onni, einem begnadeten Stahlstecher, der 10 Jahre wegen Geldfälschung in einem finnischen Gefängnis saß, weil zwei albanische Mafiosi ihn und seinen Ziehvater bestohlen und verraten hatten. Onni will von ihnen das gestohlene Falschgeld zurückbekommen, nicht um es zu verbreiten, sondern weil ihm bei dieser Serie ein Nummerierungsfehler unterlaufen ist, was ihn in seiner Ehre kränkt. Daraus entwickelt sich eine Art "Roadmovie", ein bisschen wie "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand", angereichert mit vielen treffsicheren Beschreibungen – z. B. Backen nach Rezept ist wie Malen nach Zahlen – und Bezügen zu Denkern wie Einstein. Insbesondere kann man sich an den lautmalerischen finnischen Wörtern erfreuen wie "kassakaappi" für Tresor und "musta raha" für Schwarzgeld. – Leichte, aber nicht platte Lektüre!

Ruth Titz-Weider

Ruth Titz-Weider

rezensiert für den Borromäusverein.

Nichts wie weg

Nichts wie weg

Stefan Slupetzky
Picus Verlag (2025)

251 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 623541
ISBN 978-3-7117-2161-7
9783711721617
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
Diesen Titel bei der ekz kaufen.