Der letzte große Trost

Daniel Kowalski sehnt sich noch immer nach seinem Vater, der Selbstmord begangen hat. Kurz zuvor hatte er mit dem 22-jährigen Daniel eine Reise nach Venedig unternommen, bei der sich Vater und Sohn näher gekommen waren als je zuvor. Da sein Bruder Der letzte große Trost nach Amerika ausgewandert ist und seine Mutter als Reaktion auf den Tod des Vaters einen Schlaganfall erlitt, kann Daniel seinen Kummer mit niemandem teilen. Als seine Freundin schwanger wird, hält er seine Familie mit Werbefilmen über Wasser, statt seine Karriere in der Kunstszene weiterzuverfolgen. Als ihm seine Großtante aus Palästina mitteilt, dass sie das Haus, in dem er als Kind mit seinen Eltern gewohnt hatte, verkaufen will, muss er den Keller entrümpeln. Dort findet Daniel das Tagebuch seines Vaters, das in ihm die Vorstellung weckt, sein Vater könne noch leben. Dieser Gedanke wird zu einer fixen Idee und lässt Daniel den Plan fassen, selbst zu verschwinden wie sein Vater, um ihn zu suchen. - Ein spannender Roman über die Einsamkeit und Verlassenwerden, aber auch über die Versöhnung mit Vergangenem. Die personale Erzählsituation lässt die Hauptfigur authentisch wirken, gleichzeitig schafft die bildhafte Sprache eine tiefere poetische Dimension.

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Der letzte große Trost

Der letzte große Trost

Stefan Slupetzky
Rowohlt (2016)

250 S.
fest geb.

MedienNr.: 585393
ISBN 978-3-498-06152-4
9783498061524
ca. 19,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
Diesen Titel bei der ekz kaufen.