Das Meer von unten

Conny arbeitet in einem Wiener Restaurant als Küchenhilfe, obwohl sie Abitur hat. Ihre Kollegen und auch ihre übergriffige Mutter verstehen nicht, warum sie nichts aus ihrem Leben macht und sich mit dem anstrengenden Job zufriedengibt. Conny lebt Das Meer von unten allein in einer typischen Wiener Genossenschaftswohnung in einer Nachbarschaft, die aus verschiedenen Herkunftsländern stammt und meistens in sozial schwierigen Situationen lebt. Eine neue Familie mit Migrationshintergrund zieht in die Nachbarswohnung und eines Tages sitzt vor Connys Wohnungstür das Nachbarskind, das von da an regelmäßig zu ihr kommt - es bleibt ein namenloses "Es". Ungefragt übernimmt Conny Verantwortung, ohne es eigentlich zu wollen. Unterstützt wird sie dabei von ihrer neuen Kollegin Hana, einer energischen jungen Frau aus Bosnien, die sich durch die Arbeit ihr Studium finanzieren will. Erzählt wird die Geschichte überwiegend im Dialog und so taucht man ein in die Arbeitsatmosphäre einer Restaurantküche mit ihrer Hierarchie und Hackordnung und in die traurige Situation eines Kindes, dessen Eltern keine Aufenthaltsgenehmigung bekommen.

Ruth Titz-Weider

Ruth Titz-Weider

rezensiert für den Borromäusverein.

Das Meer von unten

Das Meer von unten

Anna Silber
Picus Verlag (2023)

221 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 751499
ISBN 978-3-7117-2135-8
9783711721358
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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