Liebe ist was für Idioten. Wie mich.
Das allerletzte, was Viki von sich gedacht hätte, tut sie an ihrem 17. Geburtstag - im Marihuana-Rausch: sie provoziert einen One-Night-Stand mit Jay, für den sie doch nur Verachtung übrig hat! Als Jays Mutter ihn kurz darauf von der Schule nimmt,
sucht Viki nach Zusammenhängen. Zwischen den beiden Teenagern entwickelt sich echte Liebe, doch Jay verheimlicht Viki und seinen Freunden etwas: Erst sehr spät gesteht er ihr, dass ihm ein Gehirntumor entfernt werden muss. Wenn er die Operation überlebt, wird er vielleicht nicht mehr er selbst sein. Ich-Erzählerin Viki, Jay und ihre besten Freunde sind keine Unschuldslämmer, aber sie ringen ernsthaft mit ihren Gefühlen und Wertvorstellungen und machen Entwicklungsschritte durch. Viki blendet gelegentlich zurück in die Zeit, als vor zehn Jahren ihre Mutter starb. Seitdem lebt sie in einer Zwangsgemeinschaft allein mit ihrem trinkenden Vater. - Bildstark geschilderte Gefühle, Spannung und Dramatik, aber auch Situationskomik und schlagfertige Dialoge zeichnen diesen authentisch wirkenden Jugendroman aus, der allen Büchereien mit weltoffener Kundschaft empfohlen werden kann. Er geht übrigens gut aus, und am Ende gibt es eine Leseprobe der Fortsetzung.
Monika Graf
rezensiert für den Borromäusverein.
Liebe ist was für Idioten. Wie mich.
Sabine Schoder
Fischer Taschbuch-Verl. (2018)
Fischer Taschenbücher ; 0146
365 S.
kt.