Archibald allein im Wald

Archibald ist eine kleine Tanne, die sich nichts sehnlicher wünscht, als ein prächtig geschmückter Weihnachtsbaum zu werden. Doch leider nimmt niemand ihn mit, zu sehr stören seine Schönheitsfehler: er ist klein, krumm und hat zwei Spitzen, selbst Archibald allein im Wald die anderen Tannen verlachen ihn. So vergehen die Monate und schon werden die gut gewachsenen Bäume für den einen Einsatz abgesägt. Archibald ist traurig, doch als ein glitzerndes Schneekleid über ihm liegt, wird er von einem Vater mit seinem Sohn entdeckt und ganz unverhofft erlebt er eine nachhaltige Weihnacht: die Familie des Jungen schmückt ihn im Wald und feiert mit warmen Getränken und Lagerfeuer ein freudiges Fest. – Die Illustrationen zu der berührenden Geschichte sind sehr ausdrucksstark und fast plakativ, in kräftigen, pastosen Farben gehalten; die Stimmung des Bäumchens von freudiger Hoffnung über Trauer und Enttäuschung bis hin zum unverhofften Glück ist sehr deutlich abzulesen. Der stets mit dem Bild korrespondierende Text ist durchgehend in flüssig rhythmisierten, gereimten Versen gehalten und auch für jüngere Kinder gut nachvollziehbar. So findet auch das Kleine, Krumme und Verlachte sein Glück und die alternative Weihnachtsfeier im Wald vermag durchaus, einen Impuls zu setzen. Für Kinder ab 3 Jahren breit empfohlen.

Birgit Karnbach

Birgit Karnbach

rezensiert für den Borromäusverein.

Archibald allein im Wald

Archibald allein im Wald

Norman Klaar ; mit Illustrationen von Jess Rose
magellan (2024)

[32] Seiten : farbig
fest geb.

MedienNr.: 620579
ISBN 978-3-7348-2180-6
9783734821806
ca. 16,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 3
Systematik: KK
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