Die Spur der Meisterdiebin
Ganz Stockholm wartet auf die Ankunft des Schiffes „Vega“ mit dem Polarforscher Adolf Nordenskiöld und seiner Mannschaft, die als erste die Nordostpassage entdeckt und durchquert haben. So auch die 12-jährige Mika, die im städtischen Waisenhaus
aufgewachsen ist und sich jetzt dort selbst um die jüngeren Kinder kümmert. Außerdem unterstützt sie mit ihrer scharfen Beobachtungsgabe den Kommissar Valdemar Hoff bei seinen Ermittlungen. Einer von Mikas Schützlingen wurde angeblich von Pflegeeltern abgeholt, aber Mika entdeckt, dass er auf Abwege gekommen und als Taschendieb unterwegs ist. Kurz darauf stellt sich heraus, dass irgendjemand in Mikas Umfeld ihr wertvolles Diebesgut untergejubelt hat. Sie wird daraufhin ins Gefängnis geworfen. Dank ihrer Verbindungen wird ihr zur Flucht verholfen. Das ist nicht nur für Mika selbst ein Glücksfall, da sie den Verdacht hegt, dass während des königlichen Empfangs zu Ehren der Polarexpedition ein Anschlag geplant wird. Werden sie und Valdemar den Anschlag vereiteln können? – Für den ersten Band der „Mika Mysteries“-Reihe (BP/mp 26/80) wurde der Autor mit dem renommierten August-Preis ausgezeichnet. Auf Schwedisch umfasst die Reihe inzwischen fünf Bände (mit pädagogischem Begleitmaterial für die Klassenstufen 4-6). – Diese tolle historische Krimireihe mit Zügen von Oliver Twist führt die prekäre Situation von Waisenkindern in einer aufstrebenden Großstadt des 19. Jahrhunderts vor Augen. Wärmstens empfohlen, wegen einigen potenziell beängstigenden Szenen aber erst ab 11 Jahren.
Maria Holgersson
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Spur der Meisterdiebin
Johan Rundberg ; aus dem Schwedischen von Franziska Hüther
magellan (2026)
Mika Mysteries ; Band 2
192 Seiten : Illustrationen, Karten
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 11