Comtesse in Turnschuhen
Die 14-jährige Dottie ist anders als andere Mädchen: statt für die neueste Mode interessiert sie sich für spitzenbesetzte lange Gewänder, statt für schnittige Autos mehr für Postkutschen. Von ihren Mitschülern wird sie dafür verspottet. Zum
Geburtstag wünscht sie sich von ihren beiden Papas einen alten Sekretär und die Teilnahme an einer Ferienfreizeit auf Schloss Frankenhofen. Beides bekommt sie auch geschenkt, doch obwohl sie sich für die Freizeit angemeldet hatte, steht sie dort nicht auf der Teilnehmerliste. Über ein Schreibheft, das sie in dem neuen Sekretär liegen lässt, kann sie plötzlich Kontakt zu Frieda aufnehmen, die im Jahr 1822 an eben diesem Sekretär ebenfalls Schreibarbeiten erledigt. Und dann geschieht das Unglaubliche: Dottie wird zweihundert Jahre zurück zu Frieda gezogen. Frieda gibt sie als entfernte englische Verwandte aus und hilft ihr bei der Eingewöhnung. Bald wird Dottie zum Liebling der Familie, während Frieda immer mehr mit den Einschränkungen ihrer Zeit hadert. - Eine turbulente Freundschaftsgeschichte mit Einblicken in eine längst vergangene Zeit, die vor allem Mädchen ab 12 Jahren viel Spaß machen wird. Eine Fortsetzung wird angedeutet.
Gabriele Güterbock-Rottkord
rezensiert für den Borromäusverein.
Comtesse in Turnschuhen
Teresa Hochmuth
magellan (2022)
Schwestern durch die Zeit
253 Seiten
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 12