Die Gabe der bösen Kräuter
Avia, Zacharias, Sol und Tierra, die zwei Zwillingspaare wachsen als Nachkommen von Uroma Cunabulla im zweiten Band (Bd. 1: BP/mp 25/370) weiter in ihre Rolle als Hüter der magischen Pflanzen hinein. Sie erfahren, dass es ein Netzwerk von "Nachschatten"
gibt, deren Aufgabe es ist, magische Pflanzen zu vermehren und zu schützen. So erhalten sie auch Samen der als ausgestorben und äußerst gefährlich geltenden "Feuerranke". Tierra will die Samen zum Leben erwecken und begibt sich in große Gefahr. Gleichzeitig gelingt es der Pharmafirma "Novocreos" einen Samen des magischen "Wandelwurzlers" zu bekommen und zum Keimen zu bringen. Die Zwillinge sehen nur eine Möglichkeit: Sie müssen in die Firma, die nur am Profit interessiert ist, einbrechen und die Pflanze zurückholen. – Auch der zweite Band ist wieder liebevoll bebildert. Zwischen den Kapiteln erfahren die Leser wie in einem Lexikonartikel Hintergründe über magische und nicht-magische Pflanzen. Sie erfahren, dass jede Pflanze Gaben hat und, dass eine Unterscheidung in "Nutzpflanzen" und "Unkraut" genauso wenig sinnvoll ist wie "gut" und "böse". Vanessa Walder versteht es zudem, realitätsnah und einfühlsam die Gefühls- und Gedankenwelt von Kindern in der beginnenden Pubertät zu schildern, auf der Suche nach ihren eigenen Stärken und dem Vertrauen auf die Intuition. Für Jungen und Mädchen ab 10 Jahre gleichermaßen geeignet.
Christian Kainzbauer-Wütig
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die Gabe der bösen Kräuter
Vanessa Walder ; mit Illustrationen von Marie Beschorner
Loewe (2025)
Flora Magica ; Band 2
252 Seiten : Illustrationen
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10