Oh Schreck, die Mumie ist weg!
Toms Vater arbeitet im Museum, wo Ausstellungsstücke vergangener Kulturen spannende Geschichten erzählen. Bei einem Besuch zusammen mit seiner weit mutigeren Freundin Pia erweckt Tom versehentlich die 3.000 Jahre alte Mumie des Pharaos Amun. Amun
entkommt aus dem Museum und trifft auf eine Welt voller technischer Errungenschaften, die er natürlich nicht versteht, wobei er für witzige Szenen sorgt. Panisch flieht Amun vor Autos und Flugzeugen bis zum Jahrmarkt, wo er ein Versteck in der Geisterbahn findet. Dabei lehrt er Toms fiesen Klassenkameraden Simon das Fürchten und Tom kommt zu der Einsicht, dass Angst gar nichts Schlimmes ist und sich bei näherem Hinsehen oft als unbegründet erweist. Diese Botschaft ist für eher ängstliche Kinder wichtig und wird in vielen Kinderbüchern vermittelt. Die Figur dieses Mumien-Pharaos könnte Motivierungs-Potential haben. Doch die Rahmengeschichte ist zu unglaubwürdig – eine Mumie in einem deutschen Museum außerhalb spezieller Sammlungen mit adäquatem Schutz und Klimavorrichtungen – um wirklich motivierend zu sein. Am Ende bekommt Tom Anerkennung von seinen Klassenkameraden wegen seines Vortrags beim Museumsbesuch. Nur der fiese Simon schmollt wegen seiner Niederlage. Bedingt tauglich.
Lotte Schüler
rezensiert für den Borromäusverein.
Oh Schreck, die Mumie ist weg!
Heiko Wolz ; illustriert von Anna-Lena Kühler
Loewe (2026)
Leselöwen Comics : 2. Klasse
57 Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 7