Gefahr in der Oberwelt
Zombiekind Mori lebt mit seinem einzigen Freund Glibbi in der Unterwelt. Da Glibbi nur ein Schleimwürfel ist und die Erwachsenen Zombies kein Verständnis für Mori haben, sehnt er sich nach Freunden und sucht die Oberwelt auf, trotz der Warnungen,
dass Zombies im Sonnenlicht verbrennen. Glücklicherweise regnet es bei Moris Auftauchen, nachdem er ein typisches Minecraft-Labyrinth überwunden hat, und er ist von der Oberwelt begeistert. Doch die ersten Sonnenstrahlen zwingen ihn zurück in seine Höhle, immer begleitet von dem Schleimwürfel, dessen Kommentare nur aus Blibb und Blobb bestehen, und der zwar niedlich, aber kein Ersatz für einen echten Freund ist. Als ein Menschenkind, von den Zombies Lebendige genannt, die Höhle betritt, begegnen sich Mensch und Zombie. Die erwachsenen Zombies allerdings wollen den Eindringling jagen. Mori rettet das Mädchen und beginnt mit ihr Freundschaft zu schließen. Da das Computerspiel Minecraft zu den bekannten Klassikern gehört, sollte das unterirdische Szenario bekannt sein. Das Design des Spiels aus würfelförmigen Elementen wurde im Comic übernommen und so sind auch alle Personen aus Würfeln konstruiert. Der Wiedererkennungseffekt kann die Motivation zum Lesen erhöhen, schließlich gilt es, die zunehmende Unlust vieler Kinder am Lesen zu überwinden. Und dazu könnte ein Comic mit übersichtlicher Textmenge, vielen Bildern und anspruchsloser Geschichte geeignet sein.
Lotte Schüler
rezensiert für den Borromäusverein.
Gefahr in der Oberwelt
Karl Olsberg ; illustriert von Philipp Ach
Loewe (2025)
Ein Abenteuer aus der Welt von Minecraft
57 Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 6