A study in drowning
Eigentlich wollte Effy Literatur studieren. Ihre Noten hätten das zugelassen, ihr Geschlecht im Reich Llyr jedoch nicht. Also muss sie sich mit dem Studium der Architektur zufriedengeben, bekommt aber den Auftrag, das Haus des von ihr hochverehrten
und gerade verstorbenen Schriftstellers Emrys Myrddin zu renovieren. Schnell verstrickt sie sich in eine mysteriöse Gemengelage um die Mythen des Elfenkönigs, deckt Zweifelhaftes um den von ihr so geschätzten Schriftsteller auf, wird Ziel sexueller Übergriffe von dessen Sohn und findet Unterstützung und Liebe bei dem Literaturstudenten Preston, der von ihrem Feind zu ihrem Geliebten wird. Nachdem die verschiedenen Stränge der Geschichte sich im Lauf der ersten 350 Seiten allmählich miteinander zu einem Gemenge aus Mythologie und Fakten verweben, dazu Themen wie Diskriminierung von Frauen im Universitätsbetrieb und sexuelle Übergriffe dominanter Männer auftauchen, kommt es am Schluss zu einem aktionsreichen Showdown. Laut Verlag eine Mischung aus "historischer Fantasy" und "literarischer Mystery" – für eine entsprechende Zielgruppe sicher sehr willkommen.
Lotte Schüler
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
A study in drowning
Ava Reid, ; aus dem Amerikanischen übersetzt von Nadine Mannchen
Loewe (2024)
462 Seiten
kt.