Straßenköter

Marlon macht sich einen Namen als Kleinkrimineller in Hamburg. Ohne zu wissen, dass sein Stiefvater, der die Familie verlassen hat, im Knast sitzt, sucht Marlon nach ihm. Als seine Mutter einen anderen Mann heiratet, muss Marlon ins Heim. Dort wird Straßenköter er brutal misshandelt. Seinen Lebensunterhalt verdient er sich danach mit Einbrüchen in Autos und Wohnungen. Von Kumpeln bekommt er immer Tipps für lukrative Geschäfte. Doch nachdem er als Fahrer für einen Banküberfall der RAF fungiert hat, ändert sich sein Leben. Obwohl sein Foto täglich wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in der Baader-Meinhof-Gruppe und des Mordes an einem RAF-Sympathisanten in den Schlagzeilen steht, will er seinen ihm verweigerten Teil der Beute einfordern. Nicht einmal seine Freundin und ein neu gewonnener Freund können ihn von seinem Vorhaben abhalten. – Ein Thriller, der auf detaillierte brutale Beschreibungen verzichtet und Einblicke in die Zeit der 1970er Jahre gibt, die vom Terrorismus der RAF geprägt war. Vor allem der sensibel gezeichnete Protagonist unterstreicht die Authentizität des Buches. Lesenswert.

Walter Brunhuber

Walter Brunhuber

rezensiert für den Borromäusverein.

Straßenköter

Straßenköter

Jürgen Heimbach
ars vivendi (2026)

271 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 626672
ISBN 978-3-7472-0811-3
9783747208113
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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