Tante Polly

Der zehnjährige Mirko besucht in den Sommerferien seine Großtante Polonia Goldmann, genannt Polly. In ihrem Häuschen auf dem Land ohne warmes Wasser und Internet erlebt er ereignisreiche Tage inmitten von Beerenhecken, einem Taubenhaus, einem rätselhaften Tante Polly Einbrecher und Monika, mit der er sich anfreundet. Polly ist herrlich schrullig und altmodisch, tippt auf ihrer Schreibmaschine und isst Brennnesselsuppe. Vor allem ist sie eine große Geschichtenerzählerin, trägt Mirko die fantastischsten und aberwitzigsten Anekdoten aus ihrem Leben vor, von denen einige auch ein wenig ausgedacht sind. Im Tagebuch, das Mirko von ihr bekommt, sammelt er merkwürdige Wörter, zeichnet und schreibt die Gedanken des Tages auf. Polly animiert ihn, sich selbst Geschichten auszudenken. Nach seiner Rückkehr zuhause liest Mirko in der Zeitung, dass Polly Autorin im „Sturkampf-Verlag“ ist und einen Preis für ihre ausgedachten Geschichten erhalten hat. – Paul Maar erweist sich einmal mehr als einfallsreicher Autor, da das Buch nicht nur eine Geschichte, sondern ein ganzes Füllhorn an Fantastereien, Räuberpistolen und Flunkergeschichten enthält. Einer Fortsetzung wünscht man farbige Illustrationen statt der einfarbig-blassen. Die witzig-charmante Geschichte ist wie gemacht für die Sommerferien-Lektüre.

Melanie Schubert

Melanie Schubert

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Tante Polly

Tante Polly

Paul Maar ; mit Illustrationen von Nikolai Renger
Verlag Friedrich Oetinger (2026)

120 Seiten : Illustrationen
fest geb.

MedienNr.: 624382
ISBN 978-3-7512-0297-8
9783751202978
ca. 15,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 8
Systematik: K
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