More is more
"Ich habe die Nase voll von Rezepten, die eine einzige Knoblauchzehe verlangen. Eine Knoblauchzehe?!? Ernsthaft?!? Ich will den Knoblauch schmecken!" In einem der ersten Kapitel weist uns die Autorin die Richtung, in die sie uns mit ihrem neuen Kochbuch
führen will. Die etwa 100 Gerichte können allesamt der Kategorie "einfache Hausmanns/-frauenküche" zugeordnet werden. Allerdings werden in vielen Rezepten typische Zutaten durch leichte bis mittelschwere Erhöhung ihrer Anteile betont, siehe die Philosophie der Autorin im Zitat zu Beginn. Besonders Kochneulinge werden sich angesprochen fühlen, wenn immer wieder der Mut zum Ausprobieren getriggert wird – auch wenn dabei mal was daneben gehen sollte. Nicht so vorteilhaft für Neulinge ist das Fehlen jeglicher Angaben von Zubereitungszeiten, abgesehen vom häufigen "verdammt schnell", was aber auch eher ungenaue Vorstellungen liefert. In der Gestaltung fühlt man sich (wenn man denn alt genug ist) an die 1970er Jahre erinnert, was der grundsätzlichen Freude an dem Buch aber keinen Schaden zufügt. Insgesamt empfohlen für mittlere Pr-Bestände.
Thomas Oberholthaus
rezensiert für den Borromäusverein.
More is more
Molly Baz ; Übersetzung: Lisa Frischemeier
DuMont (2025)
304 Seiten : zahlreiche Illustrationen (farbig)
fest geb.