Die Herde
Im Süden Chinas bricht eine Elefantenherde aus ihrem eigentlich paradiesischen Habitat aus, wobei ganze Dörfer verwüstet werden. In Bangkok werden Affen in einer Tempelanlage quasi über Nacht Menschen gegenüber äußerst aggressiv. Diese und andere
Phänomene bereiten Naturwissenschaftler:innen weltweit Kopfzerbrechen. Sie haben neben der Ursachenklärung auch noch alle Hände voll zu tun, die Abschussgelüste der Verantwortlichen vor Ort möglichst im Zaum zu halten. – In seinem dritten Wissenschafts-Thriller (zuletzt: "Der Stich") bleibt der Autor seinem Stil treu: Recht kurze, sehr häufig mit einem Cliffhanger endende Kapitel sorgen für ein rasantes Tempo, was von den Ortswechseln über den ganzen Globus hinweg und dem natürlich ebenso vielfältigen Personaltableau noch gefördert wird. Manch einem Leser mag das zu viel des Guten sein, Fans des Autors kommen aber ganz sicher wieder auf ihre Kosten. – Der Titel ist in allen Thriller-Beständen einsetzbar
Thomas Oberholthaus
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Herde
Thilo Winter
Lübbe (2025)
445 Seiten
kt.