Die Chemie des Verbrechens
Das hätte sich Ruben Rickleffs in seinen schlimmsten Träumen nicht vorstellen können. Er entwickelt eine Datenbank zur Ahnenforschung. Natürlich stellt er dafür auch seine eigenen genetischen Daten in die Datenbank ein. Plötzlich ist nichts mehr,
wie es war. Er wird beschuldigt, vor vielen Jahren ein junges Mädchen getötet zu haben und kommt in Untersuchungshaft. Die Strafverteidigerin und ehemalige forensische Mitarbeiterin beim LKA, Dr. May Barven, wird auf den Fall aufmerksam. Es ist ein Kampf gegen die Zeit – ihr Mandant hat einen Ruf zu verlieren. Mit Hilfe des Detektivs Tarek taucht sie in den spannenden Fall ein. Kann es sein, dass die Genprobe falsch war? Oder wie kommt es, dass sein genetischer Fingerabdruck am Tatort nachgewiesen werden konnte? – Durch die eloquente Schreibweise gelingt es der Autorin, den Leser mit einer spannenden Erzählung abzuholen. Mit viel Fachwissen, das keinesfalls trocken beschrieben wird, führt die Autorin stimmig durchs Buch. Allein das Thema, was mit genetischen Daten alles gemacht werden kann, stellt sich als äußerst spannend dar.
Corinna Meierhöfer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die Chemie des Verbrechens
Sabine Weiß
Lübbe (2025)
444 Seiten
kt.