Die Falle
Bastian Jussem ist das personifizierte Grauen an Victors Schule. Zusammen mit seinen beiden Gefolgsleuten Lukas und Lukas mobbt er jeden, der sich nicht wehren kann. Der 16-jährigeVictor schafft es meistens, ihnen aus dem Weg zu gehen, und auch Martin,
der Neue in der Klasse, ist noch nicht in ihr Visier geraten. Dann wird Victor zusammen mit Martin für den Orientierungstag eingeteilt, bei dem sie zusammen eine Schatzsuche im Wald durchführen müssen. Victor hatte eigentlich gehofft, mit seiner heimlichen Liebe Lizzy eingeteilt zu werden. Dass Lizzy dann mit Bastian eingeteilt wird, ruiniert seinen Tag komplett. Direkt nach dem Start der Schatzsuche wird es mit Martin allerdings spannend. Er will sich an den Mobbern rächen und plant, Bastian eine Falle zu stellen. Dem verdatterten Victor erklärt er, er hat extra eine Bärenfalle in seinem Rucksack in den Wald geschmuggelt und will sie auf dem Weg verstecken, an dem Bastian wahrscheinlich vorbeikommt. Victor hat zwar Bedenken, willigt dann aber doch ein und sie verstecken die Falle und verschwinden. Einige Zeit später hören sie einen lauten Schrei und wissen, dass der Plan funktioniert hat. Sie sind von ihrem Erfolg überzeugt und Martin will sich direkt an weiteren Mobbern rächen. Doch Victor findet die Aktionen zu heftig und will nicht selbst andere mobben. Außerdem hat er geschafft, Kontakt zu Lizzy aufzubauen, und will sie nicht dadurch wieder verlieren. - Die Geschichte ist gut zu lesen und setzt eine klare Botschaft gegen Mobbing. Mit Viktors innerer Zerrissenheit werden klare moralische Grundsätze vermittelt. Man kann sich in ihn dabei gut hineinversetzen. Ansonsten bietet die Geschichte noch entspannte Unterhaltung und eine nette Lovestory.
Julian Schirm
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Falle
Andreas Brettschneider
ueberreuter (2024)
253 Seiten
fest geb.