Kalte Tage
DCI Kate Linville, die gerade auch mit großen persönlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, wird mit dem mysteriösen Verschwinden der jungen Gillian konfrontiert. In das Haus ihrer Eltern wurde eingebrochen, ihr Vater erschossen und persönliche
Dinge von ihr sowie das Familienauto mitgenommen. Als kurz darauf der erfolgreiche William Raid samt Jaguar vermisst wird, ist bald klar, dass diese beiden Fälle zusammenhängen. Innerhalb von zwölf Tagen finden Kate und der hinzugekommene DCI Andrew Seymour in akribischer Kleinstarbeit heraus, dass der Fall noch weitere Kreise zieht, ein bestimmtes Opfermuster verfolgt wird, Dating-Apps eine Rolle spielen und die Spur zu einem Pflegedienst führt. Die gelungene Flucht eines weiteren Opfers, Nadia, bringt sie der Lösung der Fälle endlich näher. – Innerhalb von 12 Tagen strickt Charlotte Link einen Thriller um Hass, Ängste, Verzweiflung und Schuld, intakter Familie und mühsam aufrecht erhaltener Scheinwelt. Dabei bedient sie sich gekonnt verschiedener Erzählperspektiven. Geschickt weist Link bereits mit dem Prolog auf ein mögliches Tatmotiv hin, das jedoch erst am Ende deutlich wird. Ein dichter, spannungsgeladener Thriller, nichts für schwache Nerven, aber breit empfehlenswert.
Margit Düing Bommes
rezensiert für den Borromäusverein.
Kalte Tage
Charlotte Link
blanvalet (2026)
Ein Kate-Linville-Thriller ; [6]
622 Seiten
fest geb.