Mehr als ein Wunsch
Der 7-jährige Sunny lebt mit seinem Vater und seiner älteren Schwester Lala zusammen. Anfang Dezember beginnt er, sich Gedanken darüber zu machen, was er sich zu Weihnachten wünschen könnte. Es fallen ihm 23 Wünsche ein, Papa erlaubt aber nur
einen einzigen Wunsch. Welcher ist denn eigentlich der wichtigste? Sunny kann sich nicht entscheiden und täglich kommen neue Wünsche hinzu. Diese Problematik zieht sich durch 23 der 24 Kapitel. Aber überschattet wird diese recht lustige Ausgangslage dadurch, dass Sunnys Mutter vor zwei Jahren verstorben ist, und seitdem Weihnachten ein trauriges Fest ist und der Vater oft weint. Außerdem kämpft Sunnys Oma mit einer Demenz, sodass er immer Angst hat, sie könnte sich nicht mehr an ihn erinnern, wenn er sie wieder besucht. Und noch dazu hat Sunny ständig Hunger: wenn er traurig ist oder aufgeregt, wenn er viel vermisst oder sich an viel erinnert. Dadurch ist er ein dicker Junge, der von Vielen gehänselt wird. Über keines dieser Probleme wird in Sunnys Familie gesprochen, wodurch er ganz allein mit allem fertig werden muss. - Durch die vielen angesprochenen Problemfelder kommt keine rechte Weihnachtsstimmung auf. Die Geschichte ist daher eher als Gesprächsanlass außerhalb der Weihnachtszeit zusammen mit einem Erwachsenen geeignet als zur Vorbereitung auf das Weihnachtsfest.
Gabriele Güterbock-Rottkord
rezensiert für den Borromäusverein.
Mehr als ein Wunsch
Werner Rohner ; mit Bildern von Gareth Ryans
Verlag Freies Geistesleben (2022)
231 Seiten : Illustrationen (teilweise farbig)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 6