Der Planet ist geplündert

1972 hat der Club of Rome mit dem aufrüttelnden Buch "Die Grenzen des Wachstums" die künftigen Probleme der Menschheit deutlich aufgezeigt. Doch geschehen ist seit dieser Zeit wenig, es wird zu viel diskutiert und zu wenig getan, sodass sich immer Der Planet ist geplündert deutlicher zeigt: der Planet ist, zumindest fast, geplündert. Und es gibt viele weitere Probleme hinsichtlich der Größe der Weltbevölkerung, des zunehmenden Konsums, der klaffenden Lücke zwischen Reich und Arm sowie der fossilen Energie. Das sehen auch die beiden politisch und im Umweltschutz tätigen Wissenschaftler. Ihr Buch "verschweigt nicht die Probleme, aber es zeigt im Gegensatz zu vielen Publikationen vor allem Lösungen". Sie bringen eine Fülle an Beispielen einer "grünen Revolution" und einer Wende hin zu solarer Energie. "Am Ende wird die Ökologie dann die intelligentere Ökonomie sein." Von grundsätzlicher Bedeutung aber ist eine globale Ethik, die Übernahme von Verantwortung durch jeden Einzelnen wie auch die Neugestaltung der Rolle des Staates. So machen die Autoren Mut, dass doch noch nicht alles verloren ist. - Allen Büchereien nachdrücklich zu empfehlen.

Michael Mücke

Michael Mücke

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Der Planet ist geplündert

Der Planet ist geplündert

Franz Alt, Ernst Ulrich von Weizsäcker
Hirzel (2022)

207 Seiten : Illustrationen
fest geb.

MedienNr.: 750399
ISBN 978-3-7776-3020-5
9783777630205
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: So, Na
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