Der Friesenhof - Schicksalstage
Ostfriesland 1951: Nach dem Tod des Vaters scheint die Familie de Fries endlich die harten Zeiten überwunden zu haben. Die jüngste Tochter Hanna führt mit ihrem Mann Tomek den Hof weiter. Die älteste Tochter Helga packt mit an, nachdem ihr Mann
nach Argentinien geflüchtet ist. Ebenso Mutter und Tante. Gesa de Fries, die mittlere Tochter, arbeitet in einem Teehandel als Sekretärin für Keno Kruse. Doch die beiden verbindet bald mehr als nur ein Angestelltenverhältnis. Keno möchte sich von seiner Frau scheiden lassen, um mit Gesa und ihrem Teekontor Friesenhof-Tee ein neues Leben beginnen zu können. Ein steiniger Weg beginnt für das junge Glück. Als dann auch noch Gesas ehemaliger Verlobter Gerold, der als verschollen galt, heimkehrt, muss die junge Frau eine Entscheidung treffen. – Der zweite Band der Teehändler-Saga handelt vom Schicksal der mittleren Tochter Gesa. Die Handlung knüpft an den ersten Teil (s. BP/mp 22/406) an und schildert eindringlich die Lebensumstände und den Zeitgeist. Eine Frau darf nicht Bäuerin sein, eine Frau darf kein eigenes Geschäft haben, Scheidung wird nicht akzeptiert. Diese und andere Themen werden im zweiten Band geschickt mit den sich verändernden Umständen in den 50er Jahren verbunden. Gesa und ihre Schwestern kämpfen um ein neues Frauenbild und ihr eigenes Glück. Eine sehr anschauliche und schön zu lesende Saga über die Nachkriegszeit.
Marion Sagstetter
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Der Friesenhof - Schicksalstage
Fenja Lüders
Lübbe (2025)
Teehändler-Saga ; [2]
380 Seiten
kt.