Schuldig
Jason, ein sportlicher Schüler, ist der große Schwarm der vierzehnjährigen Trixie. Aber er scheint sich nicht recht für das Mädchen zu interessieren. Nach einer Party versucht sie Jason "anzumachen" und ihn so für sich zu gewinnen. Dann wird
Trixie vergewaltigt und für die ganze Kleinstadt ist sofort klar: Jason war es. Eine öffentliche Hetzjagd beginnt. Kurz darauf ist Jason tot, alles deutet auf einen Mord hin. Musste Jason sterben, weil er sich an Trixie vergangen hat? Trixie flüchtet kurz nach der Tat nach Alaska. In Nebenhandlungen wird das außereheliche Verhältnis von Trixies Mutter Laura, die erfolgreich an der örtlichen Hochschule lehrt, und die Vergangenheit von Daniel, Lauras Ehemann, in Alaska erzählt. Es wäre nicht Jodi Picoult, wenn sich erst am Ende alles auflöst und die Wahrheit ans Licht kommt (so viel vorweg: es ist nicht alles so, wie es zunächst scheint). Die Lesung von Dietmar Wunder ist stimmig, aber nicht immer vollkommen überzeugend, die sphärische Musik wirkt bisweilen eher deplatziert. Insgesamt eher Durchschnittskost, denn die verschiedenen Erzählebenen sind wenig überzeugend und die Handlung nur mäßig spannend. Wegen der prominenten Autorin wird das Hörbuch aber sicher Abnehmer in vielen Büchereien finden.
Felix Stenert
rezensiert für den Borromäusverein.
Schuldig
Jodi Picoult. Gelesen von Dietmar Wunder
Lübbe Audio (2011)
6 CD (ca. 415 Min.)
CD