All die schönen Dinge

Ich-Erzählerin Tammie ist 16, und sie hat ein Aneurysma im Gehirn, das jeden Moment platzen kann - muss es aber nicht. Sicherheitshalber sammelt Tammie schon einmal Sprüche von Grabsteinen. So bleibt es nicht aus, dass sie auf einer ihrer Friedhofstouren All die schönen Dinge auf Fynn trifft, der dort als "Grabsteinrüttler" jobbt. Ihm erzählt sie, was außer ihren Eltern nur ihre beste Freundin Pat weiß: dass sie sterben wird. Fynn reagiert unverkrampft, das gefällt Tammie. Und sie merkt, dass ihre Gedanken die letzten Tage mehr mit Fynn und seinem Hund Okay beschäftigt waren, als damit, um sich selbst zu kreisen. So verliebt, entrümpelt sie zuerst ihren Kleiderschrank, macht dann im Familienkeller weiter und steckt am Schluss noch ihre Eltern an. Eine dramatische Wendung tritt ein, als Fynns Hund stirbt. Nach der illegalen Friedhofsbestattung ihres Freundes Okay stellt Tammie fest, dass sie dabei ist, eine andere zu werden - und sie entfernt nun zusammen mit Fynn auch noch die Grabsteinfotos aus ihrem Zimmer. - Ruth Olshan gelingt es, das Nachdenken über den Tod in eine anrührend und zugleich komisch erzählte Teenager-Liebesgeschichte zu packen. Allen Büchereien gerne empfohlen.

Karin Blank

Karin Blank

rezensiert für den Borromäusverein.

All die schönen Dinge

All die schönen Dinge

Ruth Olshan
Oetinger (2016)

284 S.
fest geb.

MedienNr.: 819050
ISBN 978-3-7891-0371-1
9783789103711
ca. 14,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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