Dream Road
Ein Land, irgendwo auf dieser Welt, in dem Terror und Gewalt regieren. Mikas Mutter, eine engagierte Journalistin und Gegnerin des korrupten Regimes, fällt einem Mordanschlag zum Opfer. Der 17-jährige Mika und seine Freundin Julia verlassen ihr Zuhause
auf der Suche nach einer Stadt, in der es ein besseres Leben gibt. Doch die Straße der Hoffnung, ihre "Traumstraße", die sie dorthin führen soll, wird zu einem Weg des Grauens. Nicht die Flucht, sondern die Rückkehr in die Heimat zu den Menschen, die sie lieben, entfacht einen Funken Hoffnung am Ende des Romans. - Düstere Szenarien voller Hoffnungslosigkeit, Gewalt, Folter und Tod wechseln sich hier ab mit Mikas bedrückenden Alpträumen. Dazwischen Dialoge, die an Kafka erinnern: "hier ist nichts", sagt Mika. "Hier sind wir", so Julia. Die Intention des Autors erschließt sich nur schwer, der Roman ist nur für ältere Jugendliche geeignet. Eventuell als unterrichtsbegleitendes Buch zum Thema "Terror".
Lieselotte Banhardt
rezensiert für den Borromäusverein.
Dream Road
Werner J. Egli
Ueberreuter (2011)
205 S.
fest geb.