Das große A

Die 13-jährige Giada träumt davon, zu ihrer Mutter Adele nach Afrika zu ziehen. Adele hatte ihre Familie und Italien verlassen, um sich in Eritrea ein neues Leben aufzubauen. Zuvor hatte sie ihre drei Kinder in die Obhut ihrer Verwandten gegeben. Das große A Adeles Tochter Giada leidet, weil sie bei ihrer vom herrschenden Faschismus überzeugten Tante lebt, die Giada hungern und arbeiten lässt und Adeles Unterhaltszahlungen für Giada veruntreut. Erst als Giada 17 ist, holt sie die Mutter zu sich, doch Giadas Traum vom reichen Leben platzt. Ihre Mutter sorgt dafür, dass ihre Tochter alsbald einen Hallodri heiratet, mit dem Giada ein Kind bekommt. Erst, als ihr Mann Giada verlässt, beginnt sie, für sich selbst zu sorgen. Sie stellt ihrem Mann Bedingungen, als er reumütig zurückkehrt. Mit dem Ende der italienischen Kolonialherrschaft packt Giada ihre Koffer und kehrt mit Mutter und Sohn nach Italien zurück. – Vor dem Hintergrund des faschistischen Italiens und der sich abschottenden Kolonialisten in Afrika entwirft Caminito ihren aus ihrer Familiengeschichte inspirierten Plot. In kurzen Sätzen und bildhafter Sprache passt sie den Erzählstil dem Erleben ihrer sensibel gezeichneten Protagonistin an und schildert die Ereignisse aus deren Sicht.

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Das große A

Das große A

Giulia Caminito ; aus dem Italienischen von Barbara Kleiner
Verlag Klaus Wagenbach (2024)

267 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 620659
ISBN 978-3-8031-3369-4
9783803133694
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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