Der Ruf der Nachtigall
Nachdem ihre Tochter Klara und ihre Nichte Mia wie Schwestern bei Johanna Fuchs im „Haus der Füchsin“ (1. Band der Eifelfrauen-Romane) aufgewachsen sind, gerät ihre innige Geschwisterliebe kurz nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 ins Wanken. Die
beiden lernen den Sänger Pavel kennen, der in ihrem Dorf Altenburg auftritt und in den sie sich beide verlieben. Pavel ist eher an Klara interessiert, der er ihre lang ersehnte Karriere als Sängerin ermöglicht und die Ehe verspricht. Erst, als Klara erfährt, dass Pavel verheiratet ist, versteht sie, warum er sich auf keinen Hochzeitstermin mit ihr einigen will. Sie verlässt ihn, findet aber bald die Liebe ihres Lebens. Mia dagegen entpuppt sich als Zahlengenie, auf das ihr kinderloser Onkel Heinrich aufmerksam wird, der sie als würdige Erbin in die Tabakfabrik in Trier holt. Doch Mia hat inzwischen auch den Mann ihres Lebens gefunden, mit dem sie sich in Altenburg selbständig macht. Wie schon im 1. Band der „Eifelfrauen“ (BP/mp 24/985) gelingt es Riebe, die historisch-sozialen Verhältnisse der deutschen Nachkriegszeit mit der Familiengeschichte zu verbinden. Ein spannender Roman, der das Leben und die Probleme von Frauen in jener Zeit glaubwürdig aufgreift.
Adelgundis Hovestadt
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Ruf der Nachtigall
Brigitte Riebe
Wunderlich (2024)
Eifelfrauen
431 Seiten
fest geb.