Der Turm der Welt
Paris im Oktober 1889. Millionen Menschen strömen in die Stadt, um die bisher größte Ausstellung der Welt zu besuchen und die Wunderwerke zu bestaunen, welche der sich anbahnende Siegeszug der Technik möglich gemacht hat. Doch auch dunkle Mächte
sind am Werk. Das erleben auch die Protagonisten der Handlung: Eine Grande Dame der französischen Gesellschaft und ihre Tochter und Nichte, ein englischer Offizier und ein britischer Adeliger, ein junger Fotograf und die Liebe seines Lebens, eine sich anbahnende Beziehung, die durch die Ereignisse jäh zerstört wird ... Alle führt das Schicksal hier zusammen. Es beginnt damit, dass zwei französische Geheimagenten brutal ermordet werden. Doch das ist nur der Anfang. Eine böse Macht möchte mit einem spektakulären Anschlag auf der Weltausstellung ein Fanal setzen ... - Benjamin Monferat (Pseudonym des Autors Stephan M. Rother) ist nach seinem Erfolg "Welt in Flammen" (BP/mp 15/119) wieder ein ebenso episches (fast 700 Seiten) wie spannendes und authentisches Buch gelungen. Mit viel Akribie hat er die geschichtlichen Hintergründe recherchiert und mit viel schriftstellerischem Geschick webt er eine vielsträngige Handlung um seine zahlreichen Protagonisten, die am Ende im dramatischen Showdown zusammenläuft. Dieses Buch liest nicht nur spannend, es evoziert beim Leser angesichts aktueller Terroranschläge eine ganze Reihe beklemmender und nachdenklich machender Gefühle. Sehr lesenswert.
Günter Bielemeier
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Der Turm der Welt
Benjamin Monferat
Wunderlich (2016)
697 S. : Kt.
fest geb.