Schwestern in einem anderen Leben

In einem Dorf in der Nähe der niederländischen Grenze lebt im Jahr 1976 die 16-jährige Rebecca mit ihren Eltern und zwei Schwestern. Ruth, die Älteste, soll bald mit dem Medizinstudium beginnen, Miriam ist das Nesthäkchen. Die Familie ist sehr Schwestern in einem anderen Leben angesehen und lebt in einer heilen, bürgerlichen Welt, wie es scheint. Die Eltern sind sehr engagiert in der Kirchengemeinde, der Vater führt eine gutgehende Schreinerwerkstatt, die Familie hat ein eigenes Haus. Hinter den Kulissen ist jedoch trotz besten Willens das Unvermögen erkennbar, die Oberflächlichkeit der Beziehungen zu durchbrechen. Das Unglück nimmt seinen Lauf, als Rebecca sich ohne Wissen der Eltern mit einem jungen Mann und seiner Clique trifft und kurz vor den Ferien mit Schrecken eine Schwangerschaft vermutet. Als die Eltern ihr helfen wollen und eine Adoption vorschlagen, verlässt sie bei Nacht und Nebel das Haus. Ihr Ziel sind die Niederlande, wo sie das Kind abtreiben lassen will. Rebecca kehrt nicht mehr zurück und führt ein bewegtes Leben unter anderem Namen, derweil eine andere junge Frau, die durch einen Unfall verstorben ist, durch einen Irrtum für Rebecca gehalten und beerdigt wird. Nach fast 50 Jahren holen Rebecca die Lügen ein, sie lassen sich nicht mehr verdrängen und sie muss sich ihrer Vergangenheit stellen. – Dieser packende Roman stellt die Lesenden vor die Herausforderung, die Protagonistin mit ihren Handlungen und ihrem Lebenskonzept zu verstehen.

Gabriele Berberich

Gabriele Berberich

rezensiert für den Borromäusverein.

Schwestern in einem anderen Leben

Schwestern in einem anderen Leben

Christiane Wünsche
Krüger (2024)

411 Seiten
kt.

MedienNr.: 618589
ISBN 978-3-8105-3093-6
9783810530936
ca. 16,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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