Dämmerung. Falsch.
Nea Hallgren ist Kunst-Dozentin in Stockholm. Sie wird von Roger Forsén, der bei der Polizei für die Ermittlungen im Falle von vermuteten Kunstfälschungen zuständig ist, um Rat gebeten: Bei einer Razzia ist ein Gemälde mit dem Titel "Dämmerung.
Falsch" aufgetaucht, von dem nicht klar ist, ob es sich um ein Original des Malers Ivan Botkin handelt oder um eine Fälschung. Auch Nea kann die Frage nicht beantworten. Sie hat momentan auch andere Probleme, da ihr Mann wegen hoher Spielschulden zusammengeschlagen wird. Um ihm zu helfen, benötigt sie kurzfristig 1,3 Mio. Kronen, die sie jedoch auf legalem Wege nicht beschaffen kann. Ihre überaus begabte Meisterschülerin Nadezhda aber hat da eine Idee und die beiden Frauen begeben sich auf einen äußerst gefährlichen Weg. Rasant und spannend geschrieben, bleibt dennoch die Frage nach ethischen und moralischen Grundsätzen. Wer sich daran nicht stört, hat hier einen Krimi mit zwei sympathischen weiblichen Hauptfiguren, einem ungewöhnlichen Setting und viel Nervenkitzel. Es gibt bereits einen Folgeband.
Gabriele Güterbock-Rottkord
rezensiert für den Borromäusverein.
Dämmerung. Falsch.
Nevala & Karlsson ; aus dem Schwedischen von Karoline Hippe
DuMont (2022)
381 Seiten
kt.